Der Simmhof wurde in seiner Urform vor ca. 250 Jahren errichtet und zählt mit der Hausnummer 25 zu den ersten Gebäuden der Region. Aus dieser Zeit stammt der auch heute noch vorhandene Gewölbekeller unter dem Wohnhaus. Es handelt sich dabei um einen Steinkeller, direkt auf dem Mutterboden (Opok bzw. Mergel) errichtet, der sich hervorragend als Lagerraum für Obst und Gemüse eignet.
Der Hof hat jedenfalls eine bewegte Vergangenheit und war im Besitz verschiedener, uns unbekannter, Personen.

In der Vergangenheit wurden Rinder und Eseln gehalten und es wurde auch Wein angebaut; Vom Weinbau sind noch ein paar wilde Reben übrig, die der Rodung entgangen sind und jedes Jahr Trauben unbekannter Sorte hervorbringen. Im Gewölbekeller sind auch noch eine Weinpresse alte Fässer vorhanden.

Familie Simm Katharina, Ronald, Theo und Flora

Der Hof wurde 2010 erworben.
Wir, Katharina und Ronald, bewirtschaften unseren Hof gemeinsam seit unserer Heirat 2014.
In diesem Jahr kam auch unser erstes Kind zur Welt und wir begannen mit der Imkerei und dem Neubau des Ziegenstalles.
Im Jahr 2015 kamen die ersten Ziegen auf den Hof und unser zweites Kind wurde geboren.

2016 folgte der „Bockstall“ (ein kleiner Stall abseits, wo wir Tiere ohne Sichtkontakt zu den anderen unterbringen können)
Im Frühjahr 2018 begannen wir mit dem Bau unseres Gästehauses. Ein gutes Jahr später war die Fertigstellung.
Im Sommer 2019 wurde unser Gästehaus eröffnet und die ersten Gäste buchten ihren Aufenthalt bei uns.
Nachdem ein Wintersturm den alten Hühnerstall weggeblasen hatte, bauten wir 2020 einen sehr massiven neuen Stall, in dem auch Schweine, Gänse und Kaninchen Platz finden.

Begonnen hat Ronald buchstäblich mit der Hand: die erste Investition war eine Scheibtruhe (Schubkarren), eine Schaufel und eine Motorsäge. Inzwischen haben wir zwei Traktoren, drei Anhänger, einen Maishäcksler, zwei Pflüge, eine Bodenfräse, einen Kartoffelroder, eine Kartoffelsetzmaschine, zwei Holzspalter, eine Seilwinde, eine Wippkreissäge und diverse kleinere Geräte…

Im Laufe der Jahre haben wir den Simmhof nach und nach „autark“ gemacht; Wir können uns heute selbst ernähren (okay: Schokolade kaufen wir zu), haben unser eigenes Wasser, heizen mit Holz aus dem Wald und produzieren Strom mit unserer PV-Anlage (bei Bedarf im Inselbetrieb 100%).

Wir sind die „1. Generation“ am Hof- wir haben ihn also nicht von unseren Eltern übernommen sondern sind „Quereinsteiger“. Wir haben einiges in Kursen gelernt, das meiste jedoch mühselig selbst erarbeitet.