Am Hof ist es selten ganz still.
Es gibt Tiere, Wind, manchmal Kinderlachen, manchmal Regen auf dem Dach. Und doch ist es ruhig. Nicht im Sinne von lautlos, sondern im Kopf.
Wir merken das oft selbst erst, wenn Gäste ankommen. Die ersten Stunden sind viele noch angespannt. Man sieht es an den Bewegungen, an den Blicken. Alles wird beobachtet, alles kontrolliert. Wo kann mein Kind hin? Wo muss ich aufpassen?
Nach ein, zwei Tagen wird es weniger. Die Schritte werden langsamer. Die Kinder bewegen sich freier. Die Eltern setzen sich öfter hin.
Der Hof zwingt niemanden zur Ruhe.
Er lädt nur dazu ein.
Vielleicht liegt es daran, dass hier nichts drängt. Tiere haben ihren Rhythmus. Arbeit wird gemacht, wenn sie ansteht. Pausen entstehen von selbst. Es gibt kein Programm, das erfüllt werden muss.
Wir haben gelernt, dass Ruhe nichts ist, was man herstellt. Sie kommt, wenn man Dinge weglässt. Genau das passiert hier – ganz automatisch.